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39.Münchner Sixdays
Alpen-Express, Schicki-Mickis und viele Favoriten


Foto: Roth

06.11.02 (rsn) - "Weniger Stars, mehr Pudel", spottet die Süddeutsche Zeitung über die 39.Auflage der Münchner Sixdays, bei denen in diesem Jahr wieder die lokale Schicki-Micki-Prominenz (mit vielen Pudeln) anrückt, die Männer im Rund der Olympiahalle aber über die (Bahn-)Radszene hinaus eher wenig bekannt sind. 14 Duos machen sich auf in den Kampf um den Sieg, wenn am Donnerstagabend um 21 Uhr Schauspielerin Jutta Speidel den Startschuss gibt.

Ein starkes, ausgeglichenes Feld ist in München am Start, Favoriten gibt es reichlich. Etwa die frischgebackenen Sieger von Dortmund, Andreas Beikirch und Andreas Kappes, oder die Italiener Adriano Baffi und Marco Villa, die am Dienstagabend in Grenoble erfolgreich waren. Am Start ist das australisch-belgische Duo Scott McGrory und Matthew Gilmore, die in der letzten Saison u.a. in Gent, Zürich und Kopenhagen gewannen, sowie Straßenfahrer Stuart O'Grady, der mit dem Sixdays-Veteran Silvio Martinello ein Team bildet. Martinello hatte im vergangenen November an der Seite von Publikumsliebling Erik Zabel den Sieg geholt. Zabel verzichtete dieses Jahr auf die lukrativen, aber kräftezehrenden langen Sixdays-Nächte.

Für die Schweizer Sixdays-Spezialisten Bruno Risi und Kurt Betschart ist dagegen die Winterbahn ihre Hauptsaison und München ist für sie ein besonderes Rennen: Der "Alpen-Express" gewann bereits fünf Mal in der Olympiahalle (1993, 1994, 1997, 1998 und 2000). Sollten ihnen dieses Mal erneut ein Sieg gelingen, so würden sie damit den Sixdays-Rekord von Gustav Kilian und Heinz Vopel brechen, die 1951 in Berlin zu ihrem 29. gemeinsamen Sieg kamen. Risi/Betschart hatten im letzten Januar in Stuttgart mit dem legendären deutschen Sixdays-Duo gleichgezogen.

In München hatte Organisator Siggi Renz in den letzten Jahren stets auf klangvolle Namen im Peloton gesetzt,

39.Münchner Sixdays

Startfeld

  1. Stuart O'Grady (AUS) – Silvio Martinello (ITA)
  2. Andreas Kappes – Andreas Beikirch (GER)
  3. Scott McGrory (AUS) – Matthew Gilmore (BEL)
  4. Bradley Wiggins (GBR) – Marty Nothstein (USA)
  5. Bruno Risi – Kurt Betschart (SUI)
  6. Stefan Steinweg – Erik Weispfennig (GER)
  7. Robert Slippens – Danny Stam (NED)
  8. Jimmi Madsen (DEN) – Thorsten Rund (GER)
  9. Adriano Baffi – Marco Villa (ITA)
  10. Andreas Müller – Guido Fulst (GER)
  11. Lars Teutenberg – Frank Kowatschitsch (GER)
  12. Gerd Dörich – Mario Vonhof (GER)
  13. Jens Lehmann – Ronny Lauke (GER)
  14. Lorenzo Lapage (BEL) – Christian Lademann (GER)

Programm
Donnerstag: 19 Uhr Einlass, 20.30 Uhr Vorstellung der Teams, 21 Uhr Start, ab 21.00 Uhr Six-Days-Super-Disco. Freitag: 18.30 Uhr Einlass, 20.15 Uhr Vorstellung der Teams und Start zur 2. Etappe, ab 21.00 Uhr Six-Days- Super-Disco. Samstag: 12.30 Uhr Einlass, 14 Uhr Jugendtreff und Start zur 3. Etappe, 17 Uhr Veranstaltungsende. 18.30 Uhr Einlass, 20 Uhr Vorstellung der Teams und Start zur 3. Etappe, ab 20 Uhr Six-Days-Super-Disco. Sonntag: „Family Day" – 15 Uhr Einlass und Start. Montag: 19 Uhr Einlass, 20 Uhr Vorstellung der Teams und Start, ab 21 Uhr Six-Days-Super-Disco. Dienstag: 19 Uhr Einlass, 20 Uhr Vorstellung der Teams und Start, ab 21 Uhr Six-Days- Super-Disco, ab 22.45 Uhr Großes Finale, 24 Uhr Entscheidung mit Siegerehrung.
sei es auf Erik Zabel, der fürstliche Gagen bekam und sich dafür mit starken Rennen bedankte, sei es auf Mario Cipollini, der eher lustlos mitrollte, oder auf Marco Pantani als Startschützen vor ein paar Jahren. Diesmal fehlen die Stars. Dennoch hofft Renz auf ein volles Haus mit 80.000 Zuschauern in den sechs Nächten bis Dienstag. Dies wäre ein guter Erfolg, denn im letzten Jahr waren trotz Zabel deutlich weniger Zuschauer gekommen. Damit es auch denjenigen, die die Radsportler eher beiläufig zur Kenntnis nehmen, nicht langweilig wird, gibt es in München allerlei Unterhaltung, von der allabendlichen -Disko bis zur Suche nach Doppelgängern von Schlagersternchen. Und in den langen Münchner Nächten zwischen Oktoberfest und Starkbierzeit dürften nicht nur die nackerten Mädels beim "Table Dance" auf den Tischen tanzen...

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Münchner Sixdays: Programm, Starter, Palmares

14.11.01 (2001) Zabel/Martinello gewinnen 38.Münchner Sixdays - Zabels "schönes Ende einer fantastischen Saison"
13.11.01 McGrory/Gilmore als Spitzenreiter in Finalnacht
12.11.01 Gilmore/McGrory übernehmen Führung
11.11.01 Zabel/Martinello auch nach dritter Nacht vorn
10.11.01 Zabel/Martinello verteidigen Führung
09.11.01 Heiner Lauterbach schickte 15 Paare auf die Reise
04.10.01 Risi: "Wir jagen den Rekord von Kilian und Vopel"
11.09.01 Zabel startet bei Münchner Sixdays
15.11.00 (2000) Münchner Sixdays; Sixdays-Füchse Risi/Betschart siegen in letzter Minute
10.11.99 (1999) Kappes/Martinello mit Start-Ziel-Sieg
11.11.98 (1998) München: Risi/Betschart siegen nach spannender Schluß-Jagd




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