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Tour de France
Die Bilanzen der 22 Teams

28.07.03 (rsn) - Fünf Mannschaften (US Postal, ibanesto.com, Quick Step, Boulangère, CSC) beendeten die Tour de France komplett mit allen neun Fahrern. Die Bilanzen aller 22 Teams im einzelnen.

US Postal: Ziel erreicht: Armstrong hat die Tour de France gewonnen. Das Team war zwar nicht so überzeugend wie letztes Jahr (Heras war vor allem schwächer), doch an seinen Helfern lag es nicht, dass Armstorng mehr kämpfen musste. Beim Team-Zeitfahren holte US Postal sogar erstmals den Sieg.

Bianchi: Jan Ullrich übertraf alle Erwartungen und seine Mannschaft wuchs mit der Aufgabe über sich hinaus.

Telekom: Viel Licht - aber auch Schatten. Vinokourovs Podiumsplatz war ein großer Erfolg, den man nicht erwarten konnte. Zabel gewann zwar keine Etappen, zeigte sich jedoch wie immer in den Sprints. Aldag fuhr eine schöne Tour. Die Enttäuschung: Botero fuhr auf jedem Terrain hinterher, stieg dann aus.

CSC: Stärkstes Team der Tour: Gewann Mannschaftswertung, holte mit drei verschiedenen Fahrern (Sastre, Piil, Hamilton) drei Etappen. Hamilton fuhr trotz einer lädierten Schulter auf Platz 4.

Crédit Agricole: Moreaus achter Gesamtrang auf der Habenseite. O'Grady war durchweg stark und gewann die Jubiläums-Wertung. Auch Hushovd ordentlich. Kein Etappensieg.

Euskaltel: War das Salz in der Suppe. Mayo (Gesamtfünfter) glänzte in Alpe d'Huez. Zubeldia wurde Sechster. In den Pyrenäen nicht so überzeugend.

ibanesto.com: Ausgezeichnete Bilanz der Mannschaft, die ohne klaren Leader ins Rennen ging. Zwei Etappensiege (Flecha, Lastras) plus das Weiße Trikot des besten Nachwuchsfahrers von Denis Menchov. Mancebo hatte sich allerdings mehr erhofft als einen zehnten Gesamtrang.

Quick Step: Bettini ackerte und ackerte, es sprang aber nichts heraus. Virenque überzeugte wieder einmnal voll und ganz mit sechstem Gewinn der Bergwertung und einem eindrucksvollem Etappensieg. Knaven holte ebenfalls eine Etappe. Die jungen Paolini und Rogers lernten, von ihnen wird man noch viel sehen bei der Tour.

fdjeux.com: Blitzstart mit Siegen von McGee (Prolog) und Cooke (1.Etappe). Dann wurd es still, doch am Ende war die Glückspiel-Truppe wieder da: Cooke holte das Grüne Trikot.

Fassa Bortolo: Vier Etappensiege durch Petacchi in der ersten Woche. Dann fiel das Team wegen eines Virus auseinander. Drei kamen am Ende in Paris an. Der noch junge Ivan Basso zeigte in den Bergen Fortschritte. Sein siebter Gesamtrang wird nicht die beste Tour-Platzierung seiner Karriere bleiben.

AG2R: Kirsipuu fiel früh aus. Einige Fahrer attackierten (Flickinger, Turpin und Portal). Sonst wenig zu sehen.

La Boulangère: Die Mannschaft machte einen guten Eindruck, konnte aber nichts zählbares holen. Der junge Chavanel versuchte sein Glück in Luz-Ardiden und bekam dafür einen aufmunternden Klaps von Armstrong.

Lotto: McEwen kämpfte ums Grüne Trikot, verpasste es denkbar knapp. Damit ist Lottos Tour de France bereits zusammengefasst.

Jean Delatour: Jean-Patrick Nazon trug einen Tag das Gelbe Trikot und gewann in Paris. Die schöne Bilanz wird getrübt durch schlechte Aussichten: Der Hauptsponsor will sich zurückziehen.

Alessio: Kam müde vom Giro zur Tour und verlor gleich am Anfang Baldato. Dufaux war einige Male in den Bergen zu sehen.

ONCE: Der Sturz von Beloki brachte die Spanier aus dem Rhythmus. Von dem Schlag des Ausfalls des Kapitäns erholte sich die starke Truppe nicht.

Saeco: Enttäuschungen: Gilberto Simoni hatte nichts zu tun mit der Gesamtwertung, Di Luca war krank. Simonis Sieg in Loudenvielle hellte die Bilanz etwas auf.

Cofidis: Die Tour begann mit einem Mißgeschick: Millar verpasste wegen eines Defekts den Prologsieg. In der Folge machte die Equipe um den charakterlich schwierigen Millar mit ihren teaminternen Querelen von sich Reden. Doch Millar war es auch, der dann doch noch für einen Erfolg sorgte beim Zeitfahren in Nantes.

Vini Caldirola: War das Team um Garzelli und Vainsteins überhaupt bei der Tour de France?

Rabobank: Leipheimer früh draußen, Freire und Boogerd schwach. Einzig De Groot kämpfte. Team blieb weit hinter den Erwartungen zurück.

Gerolsteiner: "Wir wollen uns zeigen", lautete das Motto des Teams vor seinem Tour-Debüt. Daraus wurde nichts. Pollack, Rebellin und vier weitere Fahrer gaben auf. Nur Drei (Totschnig, Bölts, Zberg) kamen in Paris an. Auch Haselbacher, der trotz seiner Sturzverletzungen noch eine Flucht mitfuhr, musste bald das Handtuch werfen. Zwölfter Gesamtrang von Totschnig der Lichtblick, sonst außer Spesen nichts gewesen.

Kelme: Nach der Absage von Sevilla nur ein Schatten seiner selbst. Die jungen Spanier waren überfordert. Parra und J.E. Gutierrez zeigten sich, doch auch ohne Erfolg.

Reihenfolge: Nach den gewonnenen Tour-Prämien.

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