58.Spanien-Rundfahrt
Luis Perez feiert endlich ersten Vuelta-Sieg

Foto: Roth
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07.09.03 (rsn) - Der Spanier Luis Perez,
der im Frühjahr nach der Coast-Pleite ins
französische Cofidis-Team wechselte,
gewann am Sonntag die zweite Etappe der
Spanien-Rundfahrt über 148km
zwischen Gijon und Cangas de Onis in Nordspanien.
Im Gesamtklassement gab der Baske Igor Gonzalez de Galdeano,
der mit ONCE das Teamzeitfahren gewann, nach
dem elften Tagesrang die
Führung ab an seinen portugiesischen Teamkollegen
Joaqim Rodriguez. Die beiden ONCE-Profis
liegen zeitgleich vorn, der am Sonntag fünftplatzierte Rogriguez bekam
das Führungstrikot dank des leicht besseren
Punktekontos.
.
Der 29 Jahre alte Luis Perez, Gesamtvierzehnter
der Vuelta 2001, hatte im vergangenen Jahr zwei Mal nach
wagemutigen Atacken ganz knapp
und unglücklich den Sieg verpaßt.
Nun klappte es endlich mit
dem ersten Profisieg
für den Madrilenen, der
schon als ewiger Zweiter galt.
Perez setzte sich am Sonntag im
Sprint vor Mitausreißer Carlos Sastre (CSC)
durch.
"Ich hattte ein bißchen Bammel,
dass mir schon wieder das gleiche Elend
(Platz 2) passiert, aber es ging gut im Sprint.
Ich habe auf diesen Sieg seit
meinem Profidebüt gewartet!",
strahlte Perez,
der seinen Sieg seiner Familie widmete.
"Die stand auch in schweren Momenten immer hinter mir."


Rodriguez neuer Träger des Gelben Trikots
Fotos: Roth
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Perez und Sastre hatten
sich am ersten schweren Berg (1.Kategorie) der Vuelta
rund zwanzig Kilometer vor Schluß
absetzen können.
Sie erreichten das Ziel mit
15 Sekunden Vorsprung auf
eine Verfolgergruppe u.a.
mit dem Träger des Gelben Trikots Igor Gonzalez
de Galdeano und den Mitfavoriten Roberto Heras
(US Postal) und Oscar Sevilla (Kelme).
Titelverteidiger Aitor Gonzalez (Fassa Bortolo),
der bereits am Samstag beim Team-Zeitfahren wegen eines Defektes
anderthalb Minuten verlor, gab dagegen bei der zweiten Etappe
ebenso wie Bianchi-Kapitän
Angel Casero, Vueltasieger von 2001,
bereits weitere 1;19 Minuten auf
die Favoriten ab.
Schlimmer erwischte es
noch den amerikanischen Podiumskandidaten Levi Leipheimer(Rabobank). Der Vuelta-Drite von vor
zwei Jahren verlor über zwölf Minuten
und muss bereits seine Hoffnungen auf
eine vordere Platzierung begraben..
"Ich habe mir schon gedacht,
dass der Fito (der Anstieg im Finale)
einigen Schaden anrichten wird und
genau das ist passiert", freute
sich US Postal-Kapitän Roberto Heras,
der gern zum zweiten Mal nach 2000
die Vuelta gewinnen würde.
Nicht nur Leipheimer
machte ein langes Gesicht
nach der zweiten Etappe.
Zeit verloren auch
etwa der Schweizer Routinier Alex Zülle (11:14 Min.),
der baskische Kleterer Roberto Laiseka (11:14),
Jörg Jaksche (11:30), der spanische Aufsteiger José Antonio Pecharroman (12:58) und
der Brite David Millar (17:02).
Am Montag folgt die dritte Etappe
zwischen Cangas de Onis und Santander (154,3 km).
Dabei steht 35km vor Schluss ein
Berg der dritten Kategorie im
Profil, ansonsten ist das Teilstück flach.
Die Sprinter, die bereits
am Sonntag auf eine Massenakunft gehofft hatten,
dürften ihre erste Chance bekommen.
Erwarten darf man ein spannendes
Duell zwischen Alessandro Petacchi und Erik Zabel.
Sprint-Star Mario Cipollini,
der wegen schlechter Form gar
nicht die Vuelta bestreiten wollte und
nur wegen der versuchten Erpressung
der Organisatoren ("Domina mit Cipollini oder gar nicht")
kam, wird dagegen nicht dabei sein.
Der Weltmeister reiste vor der zweiten Etappe
bereits wieder ab (s.Story).
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