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58.Spanien-Rundfahrt
Nozal bleibt auch am Pandera auf Siegkurs

21.09.03 (rsn) - Der 23 Jahre alte Spanier Alejandro Valverde (Kelme), die große Nachwuchshoffnung seines Landes, gewann am Sonntag die 15.Etappe der Spanien-Rundfahrt über 172,1km zwischen Valdepenas und der Bergankunft an der Sierra de Pandera. Am schwersten Anstieg der diesjährigen Vuelta konnte derweil Gesamtleader Isidro Nozal (ONCE) seinen Rückstand in Grenzen halten. Die 25- jährige Vuelta-Sensation aus Kantabrien behauptete seine Gesamtführung.

Spanien-Rundfahrt
  • Hintergrund: Die tiefe Krise des Ciclismo
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  • Ergebnisse, Etappen, Starter, Palmares
  • Valverde, der bereits die neunte Etappe gewonnen hatte, setzte sich an der Bergankunft der Ehrenkategorie im Sprint durch vor dem Kolumbianer Felix Cardenas, dem Träger des Bergtrikots und dem Spanier Roberto Heras. Der US Postal-Kapitän machte mit seinem dritten Tagesrang 1:10 Minuten gut auf Nozal, der als 15. die Etappe beendete. "Ich bin sehr zufrieden", sagte Nozal. "Ich wusste, dass ich am Pandera leiden werde. Eine Minute auf Heras zu verlieren, das ist an diesem Berg nicht viel."




    Heras und Cardenas am Pandera


    Nozal hält sich gut


    Sprinter: Zabel kletterte am besten und holte sich das Punktetrikot zurück von Petacchi (links)

    Fotos: Roth
    Nozal musste befürchten, am Pandera viel mehr Zeit zu verlieren gegen die Kletterer. Doch er hielt sich gut, fuhr seinen Rhythmus, ohne in Panik zu geraten. Nozal führt in der Gesamtwertung nun mit 3:03 Minuten vor seinem Teamkollegen und Landsmann Igor Gonzalez de Galdeano, der vor dem Rennen eigentlich der ONCE-Kapitän war, diese jedoch an den überraschend stärkeren Nozal abgeben musste, nachdem der zwei Mal beim Zeitfahren Schnellster war. Gesamtdritter mit jetzt 4:03 Minuten Rückstand ist Heras, Vierter dessen US Postal-Leutnant Manuel Beltran (+5:23). Alejandro Valverde schob sich nach seinem Etappensieg in der Gesamtwertung auf Rang fünf, von dem er Francisco Mancebo verdrängte.

    Bei der Pandera-Etappe gab es zum ersten Mal bei dieser Vuelta ein wirklich spannendes Rennen, nachdem die Pyrenäen-Etappen sehr enttäuschend verlaufen waren. US Postal und Kelme gaben lange das Tempo vor, um das Rennen vor dem Schlussanstieg bereits schwer zu machen. Das Feld kam geschlossen am Fuße des Berges der zweiten Kategorie an, der als Aufwärmer vor dem kurz darauf folgenden Pandera diente.

    Der kolumbianische Kletterer Felix Cardenas, der auf der Jagd nach einem Etappensieg ist, attackierte am Pandera, der Rampen bis zu 15 Prozent hat. An den steilsten Passagen vier Kilometer vor Schluss ging Roberto Heras in die Offensive. Der Vueltasieger von 2000 ließ eine zwanzig Mann starke Gruppe explodieren.

    "Ich habe sofort gemerkt, da komme ich nicht mit"; sagte Nozal. "Ich bin dann meinen Rhythmus gefahren, um den Schaden zu begrenzen. Marcos (Serrano, sein Teamkollege) blieb bei mir und half mir bis ins Ziel. Dann kam auch Igor (Gonzalez de Galdeano, der Gesamtzweite, ebenfalls ONCE) von hinten zurück und beide haben mich angefeuert. Dan hat alles funktioniert, wie geplant", so der Träger des "goldenen" Trikots.

    An der Spitze fuhr derweil Heras zu Cardenas auf und die beiden glaubten schon, den Tagessieg unter sich ausmachen zu können. Doch der junge Alejandro Valverde, gut unterstützt von seinem Teamkollegen Oscar Sevilla, fing Cardenas auf den letzten Metern noch ab.

    Am Montag steht der zweite Ruhetag auf dem Programm, bevor es mit einer weiteren Bergetappe in der Sierra Nevada weitergeht. Die Bergankunft liegt in 2510 Metern Höhe und bildet das "Dach" der Vuelta. Der Anstieg ist lang (30km), aber nicht sehr steil. Die echten Kletterspezialisten mögen den Anstieg überhaupt nicht, weil auch Rouleurs wie Gesamtleader Nozal ganz gut damit zurecht kommen.

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