
Spanien-Rundfahrt
Die Schlüsseletappen
05.09.03 (rsn) - Die am Samstag im asturischen Gijon beginnende 58.Auflage der Spanien-Rundfahrt
hat einen ausgeglichenen, kompletten Kurs: Mit vier Zeitfahren und sechs Kletteretappen, bei denen auch wieder die
mythischen Pyrenäen-Riesen, die beim letzten Mal ausgelassen wurden, zu bewältigen sind, suchten
die Organisatoren die Balance zwischen Kletterern und Rouleurs.
Die Schlüsselstellen der Vuelta.
- 1.Etappe (06.09.), Gijon - Gijon (MZF 28 km)
Mannschaftszeitfahren sind stets bei vielen
Fahrern gefürchtet, da man schnell mehrere Minuten
verlieren kann. Doch das Auftaktzeitfahren ist
mit 28km sehr kurz und auch wenn
am Anfang des Kurses ein Berg der 3.Kategorie
im Profil steht, dürften die Abstände
nicht allzu groß werden.
- 6.Etappe (11.09.), Saragossa-Saragossa (EZF 43,8 km)
Die erste Stunde der Wahrheit nach den Sprintetappen
der ersten Woche. Der Kurs ist leicht wellig,
aber ohne großen Anstieg. Idealer Parcours
für Rouleurs, die den Kletterern
viel Zeit abnehmen dürften.
- 7.Etappe (12.09.) Huesca - Cauterets/Frankreich (190 km)
Erste Pyrenäen-Bergetappe mit den Anstiegen von
Monrepos (2.Kat), Portalet (2.), Aubisque (Ehrenkat.)
und eine Bergankunft der 1.Kategorie in Cauterets (1.).
Der Schlussanstieg ist an sich nicht so schwer,
doch ein Tag nach dem Zeitfahren
könnte der Rhythmus-Wechsel einigen Fahrern
zum Verhängnis werden.
- 8.Etappe (13.09.) Cauterets- Pla de Beret/Val d' Aran (166,2 km)
Die Königsetappe
mit Col d'Aspin (1.Kat), Peyersourde (1.), Portillon
(1.), Pla de Beret (Ehrenkat.).
Sehr schwere Etappe wegen der schnell aufeinanderfolgenden
Berge. Am langen Schlussanstieg
wird es große Abstände geben.
- 9.Etappe (14.09.), Vielha - Port D' Envalira/Andorra (174,8 km)
Die letzte der drei Pyreneän-Etappen
mit den Anstiegen von Bonaigua (1.Kat),
Del Canto (1.) und der Bergankunft
in Envalira (Ehrenkat.) in 2410 m Höhe.
- 13.Etappe (19.09.) Albacete-Albacete (EZF 53,3 km)
Das zweite große Zeitfahren findet
auf einem extrem flachen Kurs statt.
Doch der Wind wird das Rennen mitprägen.
In der La Mancha, die Landschaft, in der die berühmte
Romanfigur Don Quichotte gegen die Windmühlen
kämpfte, gibt es selten Windstille.
In Albacete könnte die Entscheidung
über den Gesamtsieg fallen.
- 15.Etappe (21.09.) Valdepenas - Sierra de Pandera (172,1 km)
Eine mit großer Spannung erwartete
Etappe. Der Pandera wird von den Organisatoren
als "zweiter Anglirú" angekündigt.
Die Etappe ist zunächst recht leicht,
aber der Schlussanstieg ist brutal:
8 km lang ist der Pandera (Ehrenkategorie),
durchschnittlich 6,5 Prozent steil mit
Rampen von 15 Prozent.
Zweifellos die spektakulärste Etappe
der 58.Vuelta, selbst wenn die Entscheidung
über den Gesamtsieg schon gefallen sein sollte.
- 16.Etappe (23.09.) Jaen - Sierra Nevada (162 km)
Ankunft am Dach der Vuelta: Die Skistation in Andalusien
liegt in 2510 Metern Höhe.
Der Schlussanstieg hat zwar
keine spektakulären Rampen,
aber 30km lang Klettern kostet
auch so genug Kraft.
Hier könnte der ein oder andere einbrechen und
einen Spitzenplatz noch verlieren.
- 19.Etappe (26.09.) Vega de Alcobendas - Collado Villalaba (164 km)
Eine gefährliche Etappe.
Nach Bergen der 3. und 1.Kategorie
zu Beginn des Teilstücks geht
es 23km vor Schluss über
den Navacerrada (1.Kat).
Es folgt eine schnelle Abfahrt ins Ziel.
Wer nicht aufpasst, kann hier noch viel verlieren.
- 20.Etappe (27.09.) Escorial - Col d'Abantos (EZF 11,2km)
Das Bergzeitfahren zum Abantos (1.Kat)
ist das letzte Hindernis vor dem großen Finale
am folgenden Tag in Madrid.
Letzte Chance für Kletterer und bergstarke
Rouleurs.
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